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ARCHIV: Karl der Große in Bad Vöslau

Eröffnung des Capitulare Gartens

Capitulare

Am 21. Mai 2010 um 15.00 Uhr ist es soweit. Einen Tag vor dem Startschuss des Gartenfestivals wird der Capitulare Garten im Schloss Gainfarn eröffnet. Bei einem Festakt wird dieses besondere Gartenareal für Besucher freigegeben. Gleichzeitig erhält der Kurort Bad Vöslau die Auszeichnung „Natur im Garten". Ein weiterer Höhepunkt ist die Übergabe eines Insektenhotels, welches die Lebenshilfe für den Schlosspark hergestellt hat. Die Veranstalter erhoffen sich für dieses Fest zwar schönes Wetter, es gibt aber die Möglichkeit bei Schlechtwetter in die Musikschule auszuweichen, damit die Gäste beim anschließenden Buffet nicht nass werden. Wir freuen uns über Ihren Besuch im Schloss Gainfarn.

Capitulare Garten

Capitulare

Der Schloßpark in Gainfarn war schon im 18. Jahrhundert einer der schönsten Gärten Europas. Im Zuge des Gartenfestivals 2010 wurde die Anlage unter Berücksichtigung historischer Vorgaben - gemäß dem „Capitualre 70" aus dem Jahre 812 von Karl dem Großen - revitalisiert und damit zu einer sehenswerten Attraktion für alle Besucher.

Beim berühmten „Capitulare 70" handelt es sich um das siebzigste Kapitel der vierten Landgüterverordnung von Karl dem Großen. Diese besagt, dass sämtliche darin angeführten Pflanzen in allen kaiserlichen Hofgütern angebaut werden sollen. Solche Gärten gibt es bereits in Aachen, Verdun und in der Normandie. Anlässlich des Gartenfestivals entstand nun auch im Schlosspark von Gainfarn unter der Leitung von Mag. Wolfgang Jarisch ein historischer Garten nach den Vorstellungen Karls des Großen. In diesem Garten wird es einige seltene Pflanzen zu bewundern geben. So z.B. Mauskraut, Siegwurz oder Donnerkraut. Letzteres zeigt schon im Namen einiges über den Aberglauben der Menschen von damals: „Setze das Donnerkraut auf dein Hausdach und der Blitz wird nur beim Nachbarn einschlagen!" Auch der Baum des Jahres 2008, der Speierling, eine alte Apfelsorte, wird bereits im „Capitulare 70" erwähnt. Das Hauptaugenmerk liegt aber eindeutig auf Essbarem: Bohnen, Erbsen, Kohl, Mangold und Salat waren die Hauptnahrungsmittel dieser Zeit.
Seine Buntheit erhält der Garten durch Blumen, wie z.B. Schwertlilien, Ringelblumen, Madonnenlilien und Mohn. Weiters werden unterschiedliche Heilkräuter angebaut - es gibt Abführmittel, Pflanzen gegen Regelbeschwerden oder Husten und andere Unpässlichkeiten des Alltags. Eine große Vielfalt an Würzkräutern rundet das Angebot ab.
Besichtigung im Zuge der Führung „Wasser - Garten - Pflanzen"
jeden Donnerstag, 10.00 bis 12.00 Uhr


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