zum Inhalt zur Navigation zu den Veranstaltungen zur Suche
Schriftgröße
Schriftgrösse: normal Schriftgrösse: größer Schriftgrösse: sehr groß
english

Bad Vöslau Die offizielle Website der Stadtgemeinde Bad Vöslau

Bad Vöslau, Die offizielle Website der
Stadtgemeinde Bad Vöslau

Startseite Schwerpunktthemen Umwelt Klimabündnis Klimawandel

"Wir leben bereits im Klimawandel"

(Aus: www.orf.at , vom 24.August 2005)
 

Klimawandel wird schwere Folgen für Volkswirtschaften haben.

Der Klimawandel ist da - und Umweltkatastrophen mit dramatischen Folgen könnten das Bild des 21. Jahrhunderts auch in unseren Breitengraden prägen. Agesichts der Hochwasser in Bayern und in ganz Mitteleuropa geht der Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer, davon aus, dass es zur Verhinderung des Treibhauseffekts zu spät ist. "Wir leben bereits im Klimawandel. Die weltweite Zunahme von Starkregen, Dürren und Stürmen deutet darauf hin, dass sich der Treibhauseffekt bereits auswirkt", sagte Töpfer der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag-Ausgabe).

"Extreme werden sich häufen"

"Die Gletscher schmelzen, die Polkappen gehen zurück, Wetterextreme häufen sich. Wir sehen im Moment genau das, was die Wissenschaft als Folge des Treibhauseffekts prognostiziert. Es passiert gegenwärtig Klimawandel", so Töpfer.

Arktischer Ozean wird eisfrei sein

Der arktische Ozean wird in spätestens 100 Jahren erstmals im Sommer wieder eisfrei sein.
Die Eisschmelze in der Nordpolarregion beschleunige sich, warnt eine Gruppe von US-Forschern. Dabei sei kein natürlicher Prozess zu erkennen, der dieser Entwicklung Einhalt gebieten könnte, heißt es in ihrem von der American Geophysical Union veröffentlichten Bericht.

"Es wird stärker abtauen"

"Wir sehen das Eis bereits heute schmelzen und erwarten, dass es in Zukunft dramatisch stärker abtauen wird", sagte der Vorsitzende des wissenschaftlichen Arktis-Komitees der US-Wissenschaftsstiftung NSF, Jonathan Overpeck von der Universität von Arizona.
Das Komitee hatte das bisherige Wissen über das System Arktis zusammengetragen und das Zusammenwirken seiner verschiedenen Komponenten analysiert. Das Tauwetter wird sich demnach selbst verstärken.

Ozean absorbiert immer mehr Sonnenlicht

So absorbiere etwa der dunkle Ozean immer mehr Sonnenlicht, wenn seine reflektierende Eisdecke schrumpfe, und heize sich so immer schneller auf. Abgesehen vom Land- und Meereseis werde auch der ständig gefrorene Boden der Nordpolarregion auftauen, sodass in manchen Regionen das Bodeneis sogar auf Dauer verschwinden werde. Dadurch könnten jahrtausendelang im gefrorenen Boden gespeicherte Klimagase entweichen und den menschengemachten Klimawandel abermals beschleunigen.

Meeresspiegel werden steigen

Die zunehmende Eisschmelze werde schließlich zu einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels führen und mit den Küstenregionen den Lebensraum unzähliger Menschen überfluten.
Was der Klimawandel in unseren Breitgraden auch volkswirtschaftlich bedeuten könnte, versuchten Berechnungen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) zu ergründen.

Auswirkungen für die Volkswirtschaft

"Erhöht sich die Temperatur weiter, werden Naturkatastrophen in Deutschland bis zum Jahr 2050 Schäden in Höhe von zwei Billionen Dollar anrichten", sagte die Leiterin der DIW-Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt, Claudia Kemfert. Allein im Jahr 2050 entstünden nach ihren Berechnungen Schäden von 137 Milliarden Dollar.

Grundlage für Berechnungen

Grundlage der DIW-Berechnungen ist ein weltweiter Temperaturanstieg um durchschnittlich ein Grad Celsius. In den vergangenen 100 Jahren stieg nach Angaben des Klimaforschers Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel die Quecksilbersäule in Thermometern weltweit um 0,6 Grad Celsius.

Dass sich Unwetterextreme wie die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage in Südbayern, Österreich und der Schweiz wiederholen werden, davon geht auch Manfred Stock vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam aus: "Klar ist, dass dies erst der Anfang ist." Wenn sich die Menschen nicht stärker um den Klimaschutz kümmerten, müsse häufiger mit so heftigen Regenfällen gerechnet werden.

Kontakt | Impressum | Site by Easyinfo
zum Inhalt zur Navigation zu den Veranstaltungen zur Suche