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Bad Vöslau Die offizielle Website der Stadtgemeinde Bad Vöslau

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Flaumhaar- oder Flaum-Eiche

Quercus pubescens

Bild 1: Flaumeichenwald_Harzberg _06. Jänner 2006
Bildtext 1: Oberhalb der Roverhütte durchqueren wir auf dem Weg zur Jubiläumswarte einen schönen Wald, der vor allem aus Flaumhaar-Eichen /Quercus pubescens aufgebaut ist.

Bildtext 1: Oberhalb der Roverhütte durchqueren wir auf dem Weg zur Jubiläumswarte einen schönen Wald, der vor allem aus Flaumhaar-Eichen (Quercus pubescens) aufgebaut ist.

Diese Eichenart ist in Mitteleuropa selten. Ihr Verbreitungsgebiet hat seinen Schwerpunkt im Mittelmeerraum und in Osteuropa, wo sie vorwiegend die Berge besiedelt . Das beruht auf einigen ihrer Eigenschaften: Sie ist besonders unempfindlich gegen Boden- und Lufttrockenheit, sie wächst langsam und sie ist sehr wärmebedürftig. Daher kann sie sich nur auf Standorten entwickeln, die für andere Baumarten schon zu trocken sind. An Plätzen mit höherer Bodenfeuchtigkeit wachsen ihr andere Baumarten, vor allem Trauben-Eichen oder Rotbuchen, über den Kopf. Im bodentrockenen Bereich ist die Schwarzföhre ihre Konkurrentin, doch stellt diese an die Luftfeuchtigkeit etwas höhere Ansprüche als die Flaumhaar-Eiche, die andrerseits auf Böden mit höherem Lehmanteil der Schwarzföhre überlegen ist.

Bild 2: Quercus pubescens_Soosser Lindkogel_660 msm_11. Jänner 2008
Bildtext 2: Die Flaumhaar-Eiche mit dem wahrscheinlich höchstgelegenen Fundort auf unserem Gemeindegebiet

Bildtext 2: Die Flaumhaar-Eiche mit dem wahrscheinlich höchstgelegenen Fundort auf unserem Gemeindegebiet

In etwas höheren Lagen ist sie auf trockenen Standorten der Schwarzföhre unterlegen, da diese weniger kälteempfindlich ist. So steigt die Flaumhaar-Eiche bei uns meist nur bis etwa 400m, selten etwas höher .

Bild 3: Quercus pubescens_Harzberg-Straußwald_26. Dezember 2005
Bildtext 3: Nicht viel anders werden die Flaumeichenurwälder auf dem Harzberg ausgesehen haben.
Wir blicken von einem Punkt nahe der oberen Kante der ehemaligen Dolomitsandgrube Richtung Gainfarn

Bildtext 3: Nicht viel anders werden die Flaumeichenurwälder auf dem Harzberg ausgesehen haben. Wir blicken von einem Punkt nahe der oberen Kante der ehemaligen Dolomitsandgrube Richtung Gainfarn

Heute sind reine Eichenwälder auf relativ wenige und kleine Bereiche beschränkt. Die Flaumhaar-Eiche war vor der Förderung der Schwarz-Föhre zum Zwecke der Harzgewinnung wohl die häufigste Baumart auf den Dolomitbergen unseres Gemeindegebietes. In Verjüngungsflächen, die sich aus natürlichem Samenanflug entwickeln, kann man erkennen, dass die Eichen (die Flaumhaar-Eiche und die Trauben-Eiche) am Aufbau dieser jungen Waldflächen in unterschiedlichem Ausmaß beteiligt sind.

Wie sich diese jungen Wälder in den nächsten Jahrzehnten und durch mehrere Baumgenerationen hindurch weiter entwickeln werden, wird erst die Zukunft zeigen. Meist wird heute wieder aus wirtschaftlichen Gründen - die Holzpreise sind gut und versprechen es auch weiterhin zu bleiben - mit Schwarz-Föhren aufgeforstet, die Flaumhaar-Eichen werden vereinzelt als Mischbaumart geschont.

Bild 4:
Pinus nigra & Quercus pubescens_ Harzberg_26. November 2006
Bildtext 4: In den etwa 140 Jahre alten Schwarzföhrenforsten warten neben jungen Schwarz-Föhren auch zahlreiche junge Flaumhaar-Eichen auf mehr Licht. Sobald die alten Föhren entnommen werden, entwickeln sich diese Bäumchen zu einer dichten Verjüngung.

Bildtext 4: In den etwa 140 Jahre alten Schwarzföhrenforsten warten neben jungen Schwarz-Föhren auch zahlreiche junge Flaumhaar-Eichen auf mehr Licht. Sobald die alten Föhren entn ommen werden, entwickeln sich diese Bäumchen zu einer dichten Verjüngung.


Bild 5: Pinus nigra & Quercus pubescens_oberhalb der Helenenhöhe_12. Jänner 2011
Bildtext 5: Nach wenigen Jahrzehnten halten die Eichen im Höhenwachstum weiterhin mit der Schwarz-Föhren mit.

Bildtext 5: Nach wenigen Jahrzehnten halten die Eichen im Höhenwachstum weiterhin mit der Schwarz-Föhren mit.

Bild 6 : Pinus nigra & Quercus pubescens_oberhalb der Helenenhöhe_12. Jänner 2011
Bildtext 6:Im Inneren dieses Waldes: Auch die Stammdurchmesser der Flaumhaar-Eichen sind auf diesem Standort mit jenen der gleichaltrigen Schwarz-Föhren vergleichbar.

Bildtext 6:Im Inneren dieses Waldes: Auch die Stammdurchmesser der Flaumhaar-Eichen sind auf diesem Standort mit jenen der gleichaltrigen Schwarz-Föhren vergleichbar.

Die Flaumhaar-Eichen behalten zum Teil ihre abgestorbenen Blätter während des Winters an den Zweigen. An jungen Bäumen und an den unteren Ästen sitzende Blätter bleiben fast ausnahmslos erhalten, ältere Bäume und die oberen Bereiche von Bäumen mittlerer Dimension stehen im Winter meist kahl.

Bild 7: Pinus nigra & Quercus pubescens_Waldrand Oberkirchen_01. Jänner 2011
Bildtext 7: Der Waldsaum des Schwarzföhrenwaldes wird hier vorwiegend aus Flaum-Eichen gebildet.

Bildtext 7: Der Waldsaum des Schwarzföhrenwaldes wird hier vorwiegend aus Flaum-Eichen gebildet.

Bild 8: Quercus pubescens_ Waldrand Oberkirchen_01. Jänner 2011
Bildtext 8: Die Blätter überstehen Frost und Raureif. Die Form der Blätter wird der Sage nach auf den Wutanfall des Teufels zurückgeführt, der einer Seele nicht habhaft werden konnte, weil eine Eiche nie ganz ohne Blätter war...

Bildtext 8: Die Blätter überstehen alle Frost und Raureif. Die Form der Blätter wird der Sage nach auf den Wutanfall des Teufels zurückgeführt, der einer Seele nicht habhaft werden konnte, weil eine Eiche nie ganz ohne Blätter war...

Bild 9: Quercus pubescens_ Oberkirchen_24. April 2004
Bildtext 9: .. Denn noch bevor das letzte Blatt abgefallen war, hatte der Baum schon frische Blätter getrieben. [Wer die Sage nicht kennt, gebe bei Google ein: Sage  Teufel   Eiche]

Bildtext 9: .. Denn noch bevor das letzte Blatt abgefallen war, hatte der Baum schon frische Blätter getrieben.


Bild 10: Quercus pubescens_ Waldrand Oberkirchen_01. Jänner 2011
Bildtext 10: Im Vordergrund eine Flaumhaar-Eiche mit einem kurzen, aber gut ausgebildeten Stamm, im Hintergrund der für felsige Standorte typische buschartige Wuchs dieser Eichen-Art. Einzelne Flaum-Eichen können mit längeren Stamm- und Gesamtwuchshöhen bis 20m aufragen.

Bildtext 10: Im Vordergrund eine Flaumhaar-Eiche mit gut ausgebildeten Stamm, im Hintergrund der für felsige Standorte typische buschartige Wuchs dieser Eichen-Art.

Fortsetzung folgt im Jänner 2011

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