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Die große "Föhre am Stein" im Kalkgraben

Bild 01: Die große Schwarz-Föhre/Pinus nigra auf dem Stein_30. Jänner 2011

Die große Föhre auf dem stein im Kalkgraben

 

Eine schmerzliche Nebenerscheinung des „Biosphärenparks Wienerwald“  ist eine Entscheidung  gegen  lebenserhaltenden  Maßnahmen für die große „ Föhre am Stein“ im Kalkgraben.  Diese Schwarz-Föhre/Pinus nigra  ist 350 Jahre alt.

Bild 02: Pinus nigra_Opferstein im Kalkgraben_18.Dezember 2005

Die auffallend starke freiliegende Wurzel der Föhre am Stein

Wie sie als junger  Baum  von diesem Stein die Wurzel, die heute den Durchmesser eines starken Föhrenstammes erreicht hat,  in das Erdreich entsenden konnte, kann nur  Anlass zu Spekulationen sein. Jedenfalls muss sie bis vor wenige Jahrzehnte immer wieder  frei gestellt worden sein, da sie auf diesem Standort den Buchen gegenüber keine Chance gehabt hätte. So konnte sie sich  aber durch drei Jahrhunderte hindurch  prächtig entwickeln und wurde 1955 zum Naturdenkmal erklärt.

 

Bild 7: Pinus nigra_ auf dem Stein im Kalkgraben_30. Jänner 2011

Tafeln "Naturdenkmal" an der großen Föhre im Kalkgraben

 Leider schützt  die am Stamm angebrachte aktualisierte  Tafel, die uns über den Schutzstatus informiert, die alte Dame nicht vor Schaden durch Beschattung ihrer Krone.  Das natürlich aufstrebende Laubholz zu ihren Füßen hat bereits die oberen  Äste des Schirms erreicht und wird in den allernächsten Jahren diesen durchdringen und beschatten und dadurch die Nadeln zum Absterben bringen.

Bild 8:  Pinus nigra_auf dem Stein im  Kalkgraben_30. Jänner 2011

Die unteren Äste der großen Föhre sind schon dürr

 

Als Folge davon werden, wie wir das an den unteren  Ästen schon  sehen können, Zweige und Äste und zuletzt der ganze Baum zugrunde gehen. Rettung wäre, wie das bei einigen Bäumen im Gradental bereits geschehen ist,  leicht möglich:  Man müsste nur im Umkreis der Kronentraufe das Laubholz entfernen. Dieses Anliegen wird aber von der Abteilung Naturschutz im Amt der Niederösterreichischen Landesregierung   mit der Begründung abgelehnt, dass  Pflegemaßnahmen, die das Überleben des Baumes sichern könnten,  mit den Zielen  des Biosphärenparks nicht vereinbar  wären.  Schwer verständlich , dass man unserer Föhre nicht noch einige Jahrhunderte Lebenszeit und uns die Freude am Anblick dieses  besonderen Baumes  gönnen möchte.    Wir können  also nur zusehen, wie ein Baum,  der seit Menschengedenken  diesen besonderen „Opferplatz“ prägt, und der durchaus mehr als doppelt so alt hätte werden können ,  allmählich verhungern und frühzeitig absterben wird.  

 


 

 

 

 

 

 

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